Leben zwischen Kulturen

Albanische Identität: von der Frage nach Zugehörigkeit zu dua.com

Valon Asani · · 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert am 15.10.2026

Albanische Identität: von der Frage nach Zugehörigkeit zu dua.com

«Warum hat meine Seele die albanische Erfahrung gewählt?» Mit dieser Frage begann mein ursprünglicher Essay. Ich bezeichnete ihn als persönliche Suche nach Sinn, nicht als Geschichtslektion oder Anspruch auf absolute Wahrheit.

Die Frage führte mich in zwei Richtungen: zu den Geschichten, die wir über uns erzählen, und zu dem, was ich selbst aufbauen konnte. Beim Zweiten gibt mir meine Erfahrung etwas Konkretes zu sagen.

Eine Verbindung, an der ich arbeiten konnte

In diesem Essay verband ich dua.com mit drei Gedanken: Be the one, find the one, grow together. Ich wollte Albanerinnen und Albaner über Grenzen hinweg zusammenbringen. Ein Produkt aufzubauen war eine Möglichkeit, an diesem Anliegen zu arbeiten, statt es bei einer stolzen Erklärung zu belassen.

Darüber sprach ich bereits 2020 bei Diaspora Flet. Der Veranstalter Germin dokumentierte meine Präsentation darüber, wie dua.com Menschen albanischer Herkunft verbinden soll, die fern ihrer Heimat leben. Das ist ein belegter Teil meiner Arbeit. Es beweist nicht, dass eine App jede Spaltung innerhalb einer Gemeinschaft überwinden kann.

Eine Beziehung hängt von den beteiligten Menschen ab. Eine Plattform kann ein Kennenlernen ermöglichen. Sie kann aber nicht stellvertretend ein Versprechen halten, Respekt zeigen oder Vertrauen aufbauen. Das bleiben Entscheidungen, die Menschen nach ihrer Begegnung treffen.

Die Werte, die ich genannt habe

In meinem ursprünglichen Essay nannte ich Mut, Freiheit, Vertrauen, Gastfreundschaft und Besa. Die hilfreiche Frage ist, was diese Begriffe von mir verlangen. Wenn mir mein Wort wichtig ist, halte ich es auch dann, wenn es unbequem wird? Wenn ich mehr Vertrauen zwischen Menschen möchte, gebe ich ihnen einen Grund, meiner Arbeit zu vertrauen?

Wer eine Firma aufbaut, kann damit beginnen, klar zu sagen, was ein Produkt leistet, und das Versprochene einzuhalten. Ausserhalb der Arbeit kann es um eine alltägliche Zusage an einen anderen Menschen gehen. Beides braucht keine grosse Behauptung darüber, wer wir von Geburt an sind.

Wo die frühere Argumentation zu weit ging

Die frühere Fassung sprach von «Krieger-DNA» und machte weitreichende Aussagen über vererbtes Verhalten. Solche Formulierungen erklären nicht, weshalb ein einzelner Mensch handelt, wie er handelt. Ich präsentiere sie hier nicht als wissenschaftlichen Beleg. Der Essay ist stärker, wenn er bei meiner Frage und der Arbeit bleibt, für die ich mich entschieden habe.

Welcher Teil deiner Identität könnte diese Woche zu einer konkreten Verpflichtung werden? Wähle etwas, das ein anderer Mensch an deinem Handeln erkennen kann. So bekommt die Frage nach Zugehörigkeit eine Form, mit der wir tatsächlich etwas anfangen können.

Mein Besuch bei Skanderbegs Helm in Wien ist ein weiterer, persönlicher Teil dieser Suche. In Briefe von Valon führe ich diese Gedanken weiter.

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