Leben zwischen Kulturen

Vor einem Jobangebot: Meine Lernvereinbarung für zwei Wochen

Valon Asani · · 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert am 16.10.2026

Vor einem Jobangebot: Meine Lernvereinbarung für zwei Wochen

Familie und Freunde baten mich, einen jungen Angehörigen einzustellen. Manchmal war ihnen die konkrete Stelle weniger wichtig als die Hoffnung, dass die Person überhaupt anfing zu arbeiten. In meinem Bericht vom August 2021 beschrieb ich, wie ich vor einem Jobangebot vorging.

Mit der Person beginnen, nicht mit der freien Stelle

Ich verwendete den Namen «Xhepa» für die Geschichte. Mein erster Schritt war ein Gespräch: Was hatte er gelesen, wo lagen seine Stärken, was waren seine Ziele und was wollte er werden?

Im beschriebenen Beispiel wollte er Ingenieur werden, weil er gehört hatte, das sei ein guter und gut bezahlter Beruf. Das gab uns einen Ausgangspunkt zum Lernen, aber noch nicht genug Informationen, um eine Stelle auszuwählen.

Die praktischen Schritte aus meinem Bericht

Ich half beim Zugang zu E-Mail und Programmierkursen für Anfänger, schlug Ressourcen zum Englischlernen vor und vereinbarte eine Rückmeldung über die Fortschritte per E-Mail. Nach zwei Wochen fragte ich nach dem Stand.

Das waren die Schritte in meinem ursprünglichen Bericht. Es ging darum, vor der Diskussion über eine Rolle erste Beschäftigung mit der Arbeit zu sehen. Konten anzulegen allein zeigte noch nicht, ob Programmieren passte.

Ich schrieb, dass häufig keine Antwort oder kein Fortschritt kam. Das war meine Erfahrung mit diesen konkreten Rückfragen. Sie war keine belastbare Grundlage für die damalige Verallgemeinerung über eine «Balkan-Mentalität», die ich entfernt habe.

Der längere Weg, den ich beschreiben konnte

Im selben Artikel von 2021 nannte ich Vigan Myrtaj als jemanden, dessen Entwicklung ich über längere Zeit erlebt hatte: vom Praktikum bei MIK Group zum Grafikdesign und zu Führungsaufgaben, später zur Designarbeit bei dua.com. Das ist mein damaliger Bericht über seinen Weg, keine Aussage über seine heutige Position.

Sein Beispiel gibt der Geschichte mehr Substanz als ein schnelles Urteil über den Ehrgeiz eines Menschen. Klein anzufangen und die Entwicklung über längere Zeit zu verfolgen kann etwas sichtbar machen, das ein einzelnes Gespräch nicht zeigt.

Eine hilfreiche Vereinbarung für Mentoren

Wenn du diesen Ansatz übernimmst, vereinbart eine Lernaufgabe, die Form der Rückmeldung und den Zeitpunkt deiner Antwort. Nutze das Nachfassen, um zu verstehen, was passiert ist. Es soll bei der Wahl des nächsten Schrittes helfen, nicht über den Wert eines Menschen entscheiden.

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