Meine persönliche Abendroutine beginnt mit Grenzen, die ich für meinen eigenen Alltag gewählt habe.
Um 22 Uhr im Bett; aufstehen gegen 5 bis 6 Uhr; nach 18.30 Uhr nichts essen. Das waren meine persönlichen Abendgrenzen. Die Uhrzeiten sind individuell; die Frage ist, was dir Raum für Erholung lässt.
Diese Zeiten beschreiben meine vorgeschlagene Routine. Allerdings sind sie keine allgemeingültige Vorschrift. Wer jedoch nachts arbeitet, ein Kind betreut oder einen anderen Tagesablauf hat, braucht einen passenden Plan. Denn eine Uhrzeit zu kopieren ist nicht dasselbe wie eine hilfreiche Gewohnheit aufzubauen.
Eine persönliche Abendroutine sinnvoll anpassen
Der NHLBI-Ratgeber zu gesunden Schlafgewohnheiten betont ausreichend Zeit zum Schlafen, regelmässige Zeiten und Ruhe vor dem Zubettgehen. Er empfiehlt, grosse Mahlzeiten kurz vor dem Schlafen zu vermeiden; ein leichter Snack ist möglich. Eine Essensgrenze um 18.30 Uhr schreibt er nicht vor.
Die deutliche Sprache meiner ursprünglichen Beschreibung drückt dagegen meine Überzeugung zur Disziplin aus. Sie belegt nicht, dass alle schlechten Entscheidungen nachts fallen oder Essen nach einer bestimmten Uhrzeit jedem Menschen den Schlaf verdirbt.
Wähle eine Grenze, die du einhalten kannst
Mein praktischer Vorschlag: Schau darauf, was deinen Abend immer weiter verlängert. Gibt es eine Aufgabe, die du früher planen könntest? Einen Zeitpunkt, ab dem du dem Tag nichts Neues mehr hinzufügst? Wähle eine realistische Grenze und beobachte, ob dadurch mehr Raum für Erholung entsteht.
Deshalb geht es nicht um einen Wettbewerb im frühen Aufstehen. Erholung sollte nicht einfach der Rest sein, der nach allem anderen übrig bleibt. Anhaltende Schlafprobleme verdienen fachliche Beratung; ein persönlicher Stundenplan ist keine Behandlung. Behalte, was hilft, passe den Rest an und lass die Routine deinem Leben dienen.
Unterwegs waren ein Spaziergang und etwas Sport in Hamburg eine weitere alltägliche Möglichkeit, einer Gewohnheit Raum zu geben.
Betrachte die vorgeschlagenen Uhrzeiten deshalb im Zusammenhang mit dem beschriebenen Alltag. Entscheidend ist die Frage, wofür du am Abend Platz lassen möchtest. Eine persönliche Grenze kann dir helfen, diese Absicht auszusprechen. Sie ersetzt aber keine Einschätzung deiner individuellen Schlafbedürfnisse.
