Ein Unternehmen mit KI braucht zuerst ein Problem, das sich zu lösen lohnt.
Ein Büro. Ein Logo. Eine Visitenkarte. Nichts davon sagt dir, ob jemand braucht, was du aufbauen willst. 2026 würde ich mit KI, Inhalten und einer Community beginnen.
Ein Büro kann nützlich sein. Ein guter Auftritt ebenso. Aber beides beantwortet die erste Frage nicht: Wer braucht das, was du entwickeln möchtest, und weshalb?
Unternehmen mit KI: mit einem Problem beginnen
Beginne mit einem Problem, das du verstehst. Nutze KI, um eine einfache Lösung zu erkunden: Recherchen ordnen, einen Prototyp skizzieren oder eine Idee so konkret machen, dass jemand darauf reagieren kann. Behandle das Ergebnis als ersten Versuch, nicht als Beweis, dass deine Idee funktioniert.
Dein Urteilsvermögen bleibt gefragt. Prüfe die Ergebnisse, sprich mit echten Menschen und achte darauf, wo deine Annahmen nicht stimmen. Entscheidend ist, was du aus deinem Versuch lernst, nicht wie viel du produzieren kannst.
Erkläre das Problem in deinen eigenen Worten. Teile deinen Versuch, eine offene Frage oder etwas, das du noch nicht gelöst hast. Ein Beitrag gibt anderen die Möglichkeit zu sagen: Das kenne ich. Oder: Du hast noch nicht verstanden, worauf es ankommt.
Verwechsle Aufmerksamkeit nicht mit Nachfrage. Ein beliebtes Video und ein nützliches Produkt sind unterschiedliche Dinge. Suche Gespräche, die dir helfen, ein echtes Bedürfnis zu verstehen.
Rückmeldungen in den nächsten Versuch übersetzen
Eine Community beginnt mit Menschen, die einen Grund haben, zurückzukommen. Beantworte Fragen. Greife Rückmeldungen auf. Zeige, was sich verändert hat, weil du zugehört hast.
Probiere einen kleinen Kreislauf aus: Wähle ein Problem, entwickle eine einfache Version, erkläre sie öffentlich und bitte um konkrete Rückmeldungen. Verbessere sie anschliessend. KI, Inhalte und Community werden dann wertvoll, wenn sie diesen Lernprozess unterstützen. Das Logo kann warten.
Ein konkretes Beispiel ist meine Aufgabe, Be The One mit KI aufzubauen.
Notiere zum Beispiel nach einem Gespräch eine Sache, die du falsch verstanden hattest. Benenne dann die Änderung, die du ausprobieren möchtest. Frage beim nächsten Versuch nach, ob sie geholfen hat. So erhält die Rückmeldung eine sichtbare Folge, und dein nächster Entwurf bleibt mit einer tatsächlichen Erfahrung verbunden.
