Ein Soloentwickler bat mich, seine noch unfertige App anzusehen. In einem weiteren Kommentar schrieb er, dass er rund 150 E-Mails zur Kundengewinnung verschickt und keine Antwort erhalten hatte. Das war seine Angabe, keine Kampagne, die ich selbst ausgewertet hatte.
Ich sah mir die Website drei oder vier Minuten lang an. Das Angebot verstand ich schnell: Unternehmen dabei helfen, in KI-Werkzeugen wie ChatGPT und Gemini sichtbar zu werden. Dass dies in den ersten Sekunden klar wurde, war eine Stärke. Meine nächste Frage war, warum jemand gerade diesem Anbieter vertrauen sollte.
Ein verständliches Angebot braucht Belege
Bei diesem kurzen Besuch sah ich kein Team, kein Portfolio, keine Kundenbeispiele oder Referenzen, die mir bei der Beurteilung geholfen hätten. Ich beschrieb meinen ersten Eindruck. Es war keine vollständige Prüfung des Produkts oder seiner Ergebnisse.
Mein Vorschlag war, Arbeit zu zeigen. Wenn es noch keine Kundenergebnisse gab: Konnte der Entwickler darstellen, was er für seine eigene Website erreicht hatte? Oder echte Arbeit für jemanden aus seinem Umfeld? Besucher sollten etwas Konkretes beurteilen können.
Einem Dienst, der Sichtbarkeit verspricht, schlug ich vor, die eigene Sichtbarkeit als Beispiel zu zeigen. Das war ein Vorschlag für einen Nachweis, kein von mir geprüftes Ergebnis und kein Versprechen über die Platzierung in einem KI-Werkzeug.
Auch der Empfänger zählt
Ich sprach ausserdem über das Nachfassen. Dabei erwähnte ich meine eigenen Be-The-One-E-Mails: Selbst jemand, der sich angemeldet hatte, konnte darum bitten, von der Liste genommen zu werden. Diese Erfahrung gehört genauso in die Diskussion wie Beharrlichkeit.
Im Mittelpunkt meines Feedbacks stand Glaubwürdigkeit. Mehr Nachrichten beantworten nicht die Frage, warum ein Besucher dem Angebot glauben sollte. Mach zuerst echte Arbeit und echte Ergebnisse sichtbar.
Originalbeitrag · 2026-10-19