Verabredungen. Verlobungen. Hochzeiten. Familien. Im Gespräch für Zë me Mirën im Juli 2023 erzählte ich von den Fotos und Geschichten, die Menschen mit dua teilten. Da wird die Arbeit hinter einer App persönlich.
Für mich erinnert das an das menschliche Ergebnis hinter einem Produkt. Eine Bekanntschaft in der App kann ein kleiner Teil einer viel längeren Geschichte sein. Die Beziehung selbst gehört den Menschen, die sie gestalten.
Eine Zahl kann zeigen, dass eine Handlung stattgefunden hat. Ein persönlicher Bericht kann erklären, weshalb sie jemandem etwas bedeutete. Was suchte die Person? Wodurch wurde sie neugierig auf ein weiteres Gespräch? Was möchte sie über die spätere Beziehung erzählen?
Hör der Geschichte zu, die der Mensch erzählen möchte. Sie braucht weder erfundene Romantik noch die Version des Gründers. Die Beziehung gehört den beiden.
Für ein Team, das solche Berichte sammelt, sollte die Erlaubnis konkret sein: Welche Worte und Bilder dürfen verwendet werden? Wo werden sie erscheinen? Was bleibt privat? Wer von einer Beziehung erzählt, stimmt damit nicht automatisch jeder öffentlichen Verwendung zu.
Die alte Aufnahme ist ein Moment der Wertschätzung, kein Versprechen gleicher Ergebnisse für alle. Erfolgsgeschichten zeigen einzelne Erfahrungen; sie belegen keine Erfolgsquote. Im Blick behalten möchte ich den Zweck der Arbeit: Menschen eine Gelegenheit zur Begegnung geben und das Leben respektieren, das sie ausserhalb der App gestalten.
Eine Begegnung auf der Europareise war die Geschichte von Gentiana und Xhemajl in Berlin.