Ein Satz über Skanderbeg und Pyrrhos hat mich beschäftigt: Wie beschrieb ein Anführer seine Herkunft, wenn jemand die Würde seines Volkes angriff?
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Im sechsten Buch der Kommentare von Pius II. steht ein Bericht über einen Austausch mit Giovanni Antonio, dem Fürsten von Tarent. Er enthält eine Antwort, die Georg, dem Herrn Albaniens, zugeschrieben wird. Die Ausgabe von 1584 druckt den Austausch auf den Seiten 303–304.
Auf Seite 304 lautet die Stelle: «maiores nostri Epirotae fuerunt, ex quibus ille Pyrrhus prodiit» — «Unsere Vorfahren waren Epiroten, aus deren Reihen jener Pyrrhos hervorging.» Dies ist eine Übersetzung des dort gedruckten Lateins. Die Universität Mannheim stellt den Scan bereit.
Eine Antwort mit einer Absicht
Die vorherige Seite überliefert abfällige Äusserungen des Fürsten über Albaner. Die Antwort verweist auf Pyrrhos und seine Feldzüge in Italien, um dieser Geringschätzung zu begegnen. Zuvor begründet Georg seine Unterstützung für Ferdinand mit der Hilfe, die er von dessen Vater Alfonso erhalten hatte. Der Austausch beginnt auf Seite 303.
Eine Aussage in einer historischen Erzählung ist von einem unabhängigen Abstammungsnachweis zu unterscheiden. Pius überliefert die Antwort; die gedruckte Passage ist kein eigenhändiger Brief Skanderbegs und belegt keine biologische Linie über die dazwischenliegenden Jahrhunderte.
Für mich liegt ihr Wert darin, wie Geschichte zur Verteidigung der eigenen Würde eingesetzt wird. Wir können diese Verbindung ernst nehmen und zugleich genau benennen, was die Quelle tatsächlich belegt.
Quelle geprüft am 15. Oktober 2026: Pius II., Commentarii, Rom, 1584, Buch VI, S. 303–304. Bild: gemeinfreie Druckseite, digitalisiert von der Universität Mannheim.
Originalbeitrag · 2026-10-11



