Ich habe zehn Jahre in Zürich gelebt. Als ich als Tourist zurückkam, sah ich vertraute Orte mit anderen Augen. Manches wirkte, als würde ich es zum ersten Mal sehen.
Vielleicht hat sich die Stadt nicht verändert. Vielleicht habe ich mich verändert. Ich werde langsamer, schaue genauer hin und eile weniger. So fiel mir wieder auf, wie schön diese Stadt ist.
Das brachte mich auf einen Gedanken: Vielleicht sollten wir alle gelegentlich als Touristen in unser eigenes Leben zurückkehren. Die Menschen, Orte und alltäglichen Momente betrachten, als wären sie neu.
Vielleicht ist das Leben, das wir suchen, bereits das Leben, das wir haben. Vielleicht brauchen wir nur eine andere Perspektive.
Originalbeitrag · 2026-10-06